Yangchan Tulou in Anhui, China – April 2021

Östlich der Stadt Huangshan liegt tief in den Bergen das Dorf Yangchan. Yangchan Tulou beschreibt die Besonderheit in diesem Ort. Die meisten Häuser sind aus den Materialien gebaut, die die Umgebung anbietet … Holz und Erde. Die meisten Häuser sind dieser Bauart und sind alle in die umgebende Hänge gebaut. Die Fahrt bis in den Ort ist nicht möglich. Auf engen Straßen geht es zuerst bis zum Touristenparkplatz – dieser ist klein, wenn man andere Sehenswürdigkeiten und deren Parkplätze gesehen hat. Man kauft ein Ticket für Eintritt und den Shuttle Bus. Der Weg hoch in den Ort ist noch schmaler und steiler, das würde den Normaltouristen vor Probleme stellen – vor allem bei Gegenverkehr.

Yangchan ist abgelegen von der nächsten Stadt. Es gibt keine Geschäfte. Zweimal in der Woche kommt ein kleiner Bus mit Obst und Gemüse vorbei. Die restlichen Waren und Gegenstände müssen alle selbst hier hochgebracht werden. Die letzten Meter dann per Muskelkraft, weil es im Ort selbst keine Straßen gibt. So dauert es dann auch mal einen Monat, bis alle Kacheln die eine Wand verzieren sollen, im Ort angekommen sind – so sagte es uns eine Bewohnerin, die im Ort ein Kaffee und eine kleine Herberge für Gäste betreibt.

Die Zeit scheint hier stehengeblieben zu sein. Es ist ruhig, die Natur ist zum Greifen nah und außer der Arbeit auf dem Feld oder an den Häusern gibt es nicht viel, was die Menschen, die hier noch leben, tagtäglich tun. Touristen sind da eine große Abwechslung … Einwohner bieten sich als Guide an oder kochen Mittagessen. Man könnte meinen, die Menschen leben hier ein armes Leben. Mit Sicherheit ist es anstrengend und teils hart. Aber wenn man die Baukunst der Erdhäuser betrachtet, den Sonnenuntergang oder Sternenhimmel gesehen oder wie sich Kunst im Ort entwickelt hat, dann weiß man, dass dieser ein besonderer Ort mit Geschichte und Schönheit ist, sowie ein Beispiel für die Integration von Mensch und Natur.

Die Frau welche wir im Ort getroffen hatten zeigte uns ihre Unterkunft, ihren Kaffeeladen und ihr Teehaus. Wir verbrachten 3 Stunden zusammen und am Ende zeigte uns ein Freund von ihr noch wie man 辣椒 (Chili) pflanzt. Dafür mussten zuerst mit der Harke 2 Beete vorbereitet werden. Dann kamen die Setzlinge zum Einsatz und am Ende wurde noch gewässert.

Blick von Yangchan in die unberührte Natur

Erdhäuser von Yangchan

Eine kleine Eidechse, von denen es viel gab

An jedem Haus finden sich Maiskolben und rote Chilis

Ein bisschen Propaganda an einer alten Schule

Ein Gedicht welches viele Schüler in China auswendig gelernt haben

Zwei Schwalben auf einem alten Klassenraum Schild

Blick aus einem kleinen Kaffee

Ein kleiner Teeladen mit Garten

Zuerst harken  …

… dann die Chili Setzlinge pflanzen

Fertig.  3 Monate später soll man ernten können.