
Eindrücke der letzten Wochenendausflüge mit dem Rad. Mit bis zu 40 Tageskilometern führten mich die Touren durch Pudong, im Norden nach Yangpu und Honkou oder im Westen nach Changning und Putuo. Wo es sich in Pudong am Besten auf den breiten, leeren Straßen fahren lässt, so findet man die meisten kleinen, alten Gassen und versteckte Parks in Yangpu oder Putuo. Die Menschen dort sind den Anblick eines Ausländers, vor allem auf dem Fahrrad, auch nicht gewöhnt wie im Zentrum Shanghais, wo die meisten der Touristen anzutreffen sind. Dabei sind sie neugierig und sehr freundlich und auch immer wieder freudig überrascht, wenn man ein paar Brocken Chinesisch mit Ihnen wechseln kann.
Es sind bereits 30°C Anfang Mai und somit ideale Voraussetzungen um die Wochenenden wieder draußen auf dem Fahrrad zu verbringen. Die Stadt lernt man immer wieder neu kennen wenn man abseits der bekannten Routen und Plätze sich einfach treiben lässt und spontan die Richtung ändert. Je weiter ich aus dem Stadtkern raus fahre, umso chinesischer wird Shanghai - und damit auch spannender und authentischer. Innerhalb der letzten 3 Jahre habe ich viele Orte mehrmals gesehen - eine Menge hat sich positiv verändert, vieles ist aber auch einfach verschwunden und damit meist auch deren langjährige Bewohner. Darum: viel Radfahren und Eindrücke sammeln, die es nicht mehr lange Zeit so geben wird.
5 Tage Saigon - zum Erholen und natürlich auch um soviel wie möglich in der kurzen Zeit von Vietnam kennenzulernen. Das war der Plan und er hat wunderbar geklappt. Täglich waren es mindestens 30°C und halb Sonnenschein, halb bewölkt - besseres Wetter konnte ich nicht haben. Saigon hat ca. 11 Millionen Einwohner und 10 Millionen Roller, die man gefühlt auch alle auf der Straße sieht. Im Vergleich zu Shanghai ist das Überqueren der Straße auf den ersten Blick gefährlicher, aber wenn man einfach läuft und Blickkontakt mit dem Verkehr hält, dann funktioniert es sehr gut. Darüberhinaus wird bei Rot angehalten, geblinkt und nicht gerast - das ist in Shanghai doch anders. Für 2 Tage habe auch ich mich mit dem Roller in die Straßen gestürzt. Das war perfekt um abseits der touristischen Punkte das authentischere Saigon kennenzulernen und viel gutes lokales Essen zu probieren - inklusiver Adrenalin-Rausch durch einen versuchten Raub meines Telefons sozusagen im "Drive-by" Stil von Roller zu Roller. War aber zum Glück nicht erfolgreich.
China Tours - der führende Spezialist für China-Reisen in Deutschland - hat auf seinem Blog blog.chinatours.de einen Beitrag über mich und meinen Aufstieg auf die Lupu Bridge veröffentlicht. Neben meinen Fotos die ich dort geschossen haben gibt es zusätzlich noch ein paar Informationen über mich und meinen Aufenthalt in China. Über die Veröffentlichung meines Erlebnisses auf der China Tours Website freue ich mich natürlich sehr - zeigt es mir doch, dass die Fotos die ich mache, auch andere interessant finden und gefallen.
Wer den Blogeintrag über mich lesen will findet ihn auf der Blog Website von Chinatours:
http://blog.chinatours.de/2012/12/05/uber-den-dachern-shanghais-die-lupu-brucke/ >>>
Lu Shan 庐山 - UNESCO Welterbe, Global Geopark und AAAAA Status in der chinesischen Bewertung von Sehenswürdigkeiten. Frische Luft, viel Grün, viel Ruhe - ausgenommen die Tourguides mit ihren Lautsprechern. Während der Oktoberfeiertage war es erwartungsgemäß voll mit chinesischen Torusiten, aber dennoch erträglich. Vor allem in Erinnerung bleiben die atemberaubenden Aussichten, die steilen Abgründe, die unberührte Natur und die vielen Wasserfälle und Bergflüsse mit glasklarem Wasser. Man hatte schon fast vergessen, dass es sowas in China noch geben kann. Ich kann mir vorstellen, dass das Erlebnis außerhalb der Ferien- und Feiertagszeit nochmal intensiver ist, weil man sich dann nicht mit den Massen von einem zum nächsten Ort schieben muss. Zu verzichten wäre allerdings auf den touristischem Nippes direkt an den Sehenswürdigkeiten.
I ♥ Taipei - um das mal kurz zusammenzufassen. Auch wenn es nur 5 Tage waren, die ich in Tipei verbracht habe, so nehme ich mit, dass dies eine Stadt wäre in der ich mir vorstellen könnte später einmal eine gewisse Zeit zu verbringen. Die Stadt ist sauber, die Menschen freundlich und zivilisiert, es gibt eine außergewöhnlich vielfältige Küche, junge lebendige Stadtviertel und sehenswerte Natur direkt vor den Türen der Stadt. Taipei hat viel zu bieten was Shanghai nicht hat - und dabei spricht man noch Chinesisch, was sehr von Vorteil für mich war. Definitiv werde ich Taiwan wieder besuchen und die Mitte und den Süden der Insel entdecken.
Mal raus aus China. Das war der Plan und umgesetzt wurde er mit einem Kurztrip nach Taiwan mit Aufenthalt in Hong Kong. Beides nicht wirklich "raus aus China" aber dennoch zwei unterschiedliche Welten im Vergleich zum Mainland. Das Wetter war wie nahezu immer in Hong Kong mit 30 Grad tagsüber und 25 Grad in der Nacht sehr angenehm. Als Sahnehäubchen gab es im Hotel auf Hong Kong Island einen Pool auf dem Hoteldach im 39. Stock mit atemberaubender Aussicht. Aufgrund der steilen Hänge auf der Insel hat man aber dennoch genügend Hochhäuser um einen herum aus denen man noch bequem von oben auf den Hotelpool herabschauen konnte.
Stop-Over in Dubai für 1 Tag. Gesehen.
Street Artist Vhils hat in Shanghai seine Spuren hinterlassen. Auch wenn nicht mehr alle Werke stehen, so sind die, die man in der Stadt verteilt noch finden kann, sehr sehenswert. Auf Wände vom Abriss bedrohter alter Shanghaier Häuser hinterließ Vhils Portäts auf eine besondere Art und Weise. Das dritte Motiv in der Bildergalerie zeigt z.B. das Portät einer Hausbewohnerin, deren Haus abgerissen werden soll, die sich aber weigert für neue Hochhäuser Platz zu machen - wahrscheinlich vergebens.
1933 ist ein einzigartiges Schlachthaus aus dem frühen 20. Jahrhundert. Es ist das einzige dieser Art weltweit welches noch erhalten ist. Ein Labyrinth aus Betongängen und Treppen - ein Teil für die Tiere der andere für Mitarbeiter - interessanten geometrischen Figuren und dem ständigen Gefühl wissen zu wollen, wie es wohl war, als hier die Tiere auf dem Weg zum Schlachter durchgetrieben wurden.
Suzhou ist bekannt für seine vielen kleinen, liebevoll angelegten Gärten. Knapp 1.5 Stunden von Shanghai mit dem Auto entfernt lässt es sich bequem an einem Wochenende besuchen. Die Straße ist bis auf Stadtnähe in beiden Richtungen recht frei und angenehm zu fahren. Anfang April kam der Sommer bereits kurz durch - bei über 20 Grad und Sonnenschein ließen sich nicht nur die farbenfrohen Blüten blicken, sondern auch ich mich im Lingering Garden und am Tiger Hill.
Die zweitlängste Bogenbrücke der Welt steht in Shanghai - die Lupu Brücke . Das besondere an dieser Brücke ist nicht nur der architektonische Teil, sondern auch, dass man auf einem der Bögen nach oben auf den Scheitel der Brücke laufen kann. Nachdem die Brücke während der Expo2010 gesperrt war und ich nach 2 Versuchen im letzten Jahr vor verschlossenen Türen stand, passte heute nicht nur das Wetter, sondern trotz Feiertag war die Brücke für Besucher geöffnet. Für 80 RMB pro Person wird man den ersten Teil noch per Fahrstuhl befördert, den Rest darf man sich erlaufen. Die Brücke schwankt und wackelt das einem ein wenig mulmig wird. Aber die Aussicht, die Ruhe und die besondere Perspektive auf die Stadt lassen diese Eigenschaften der Brücke schnell vergessen.
Zu den Bildern >>>
Das Jahr des Drachen hat begonnen. Der Lärm war aberwitzig und es wurde mehr als deutlich warum Feuerwerk seinen Ursprung in China hat. 大吉大利!
Nach einem halben Tag zum Eingewöhnen im -25 °C kühlem Ort Baihe im Nordosten Chinas ging es am nächsten Morgen auf zum Changbaishan an der nordkoreanischen Grenze. Nach 30 Minuten mit dem Auto ging es zuerst mit einem Bus und anschließend mit Geländewagen bis zum Gipfel. Die letzten Meter bis zum Heaven Lake (Tianchi). Das Wetter war perfekt - sehr kalt mit wohl um die -25 - -30 °C - aber einem klaren blauen Himmel und in der Sonne auch richtig warm. Nach mehr als 5 Stunden wandern und erkunden der weiteren Sehenswürdigkeiten rund um den Changbaishan ging es zum Abschluss noch in ein anschließendes Thermalbad. Draußen den Körper in 43 °C warmes Wasser legen und der Kopf hängt in der -25 °C kalten Luft mit Blick auf den Mond und die Sterne ... einfach toll.
Zum Ende des Jahres gibt es diese Jahr einen Sightseeing Trip - nach nun bald 18 Monaten in China wird es auch Zeit einmal der Hauptstadt einen Besuch abzustatten. Somit ging es kurz vor Weihnachten für 5 Tage nach Beijing. Das Wetter war kalt, dafür anfangs aber für die Verhältnisse hier recht klar und sauber. Gegen Ende kam dann doch wieder Smog auf, der auf einigen Bildern als romantische Abendröte sichtbar ist (zu bendenken ist, dass die Uhrzeit meist weit vor dem Abend lag). Neben den klassischen Zielen wie Tiananmen Square, der verbotenen Stadt ging es jeweils für einen Tagesausflug per Auto nach Cuandixia und Jinshanling zur Großen Mauer. Cuandixia ist weit weg und dafür dann zu wenig spektakulär, dennoch interessant. Jinshanling war klasse - nahezu keine Menschen, eiskalt und sehr gute Sicht auf sich über mehrere Bergketten erstreckende Mauerabschnitte.
Marlies und Norman zu Besuch bei mir. Nach nun schon über einem Jahr in Shanghai bin ich langsam auch in der Lage einen guten Reiseführer abzugeben. Bei anfangs recht schönem Wetter haben wir zügig aber dennoch in ausreichender Zeit die Standard-Touristen-Spots abgehakt und gemeinsam einen Blick in die chinesische Ess- und Autofahr-Kultur geworfen. Alles recht spannend und exotisch. Am 3. Tag ging es in die Wasserstadt Wu Zhen. Die Altstadt war schön - drumherum war es etwas öd und schmutzig, es gab wenig bis kaum jemanden der Englisch sprechen konnte was auch die Verpflegung erschwerte. Zum Glück gab es in Tong Xiang nebenan ein koreanisches Restaurant und mit James (saß neben uns am Tisch) einen netten Taiwaner der uns einen Einblick in die Barszene gegeben hat. Am 4. Tag machten wir noch einen Abstecher nach Hangzhou zum West Lake und den Long Jing Teeplantagen bevor es anschließend wieder zurück nach Shanghai ging.
Top Wetter: 28° Grad, Sonnenschein, eine leichte Briese und vor allem saubere Luft für Shanghai Verhältnisse. Beste Bedinungen für eine ausgiebige Radtour entlang des Huang Pu in Pudong, vorbei an der Nan Pu Da Qiao, dem Expo Gelände und der Lu Pu Da Qiao. Auf dem Rückweg noch einen kleinen Abstecher auf Puxi Seite um dort mal wieder durch die kleinen verwinkelten Gassen eines echten alten Stadtviertels zu fahren - viel interessanter und als alles Neues.
Chinesischer Führerschein: Ja. Mietwagen: Ja. Schönes Wetter: Ja. Also ab nach draußen und auf zu neuen Abenteuern und zwar auf die ca. 70 Kilometer entfernte Insel Chongming. Mit Hilfe meiner chinesischen Beifahrerin, einem iPhone, dem richtigen Riecher und ein wenig Geduld war es kein Problem sich auf den Straßen zurecht zu finden. Das Fahren erfordert jedoch hohe Konzentration - 1. zur Orientierung, 2. zur Anpassung an den chinesichen Straßenverkehr und 3. um dabei noch die interessanten Sachen auf und neben der Straße zu entdecken. Das erste Ziel war der Forest Park auf der Insel den wir nach 2 Stunden hinter uns hatten. Anschließend nach Chongming Stadt zum Mittagessen und die Brieftasche auffüllen (Brücke+Tunnel nach Chongming kostet 50 RMB, Tandem für 1 Stunde 120 RMB, Eintritt für zwei 140 RMB ...). Nach der Stärkung noch kurz an die Küste des Gelben Meeres. Auf dem Rückweg schenkte uns ein Bauer 3 frische Wassermelonen und ich kaufte frischen Honig sowie Gelee Royal für insgesamt 14 Euro. Hätte ein toller Abschluss sein können wenn wir dann nicht noch knapp 1,5 Stunden vor dem Tunnel zurück nach Shanghai hätten warten müssen - dieser war aufgrund von sehr starken Regen an einigen Stellen überflutet, ein 8,9 km langer Tunnel!
Kein Text. Nur Bild. Man muss sich schon dafür interessieren - war schon interessant und vor allem zum ersten Mal im Expo China Pavillon gewesen.
Der Plan: mit dem Fahrrad in den Norden nach Bao Shan Qu fahren um von dort aus die Fähre zur Chang Xing Xiang Insel zu nehmen. Die Wirklichkeit: die einfache Strecke nach Bao Shan Qu sind 30 km für welche ich 2.5 Stunden gebraucht habe. Der Verstand ließ mich nicht auf die Fähre springen und zur Insel fahren, auch wenn ich schon kurz vor dem Ziel war. 60km auf einem Rennrad reichen für einen Tag. Außerdem führte die Fahrt nahzu nur durch Industriegebiete - äußerst staubige und laute. Es gab nichts zu sehen, außer viele viele LKW, weshalb ich denen einen kleine Fotoreihe gewidmet habe (sonst gabs ja auch nichts). Sich mit den Monstern die Straße zu teilen machte auch wenig Spaß. Die sind optimistisch vollbeladen, so dass oft etwas runterfällt. Sie überholen sich gegenseitig - auch in den Gegenverkehr hinein und sind mir auf dem Drahtesel mehr als nur respekteinflößend. Also: keine idyllischen Inselbilder, nur Fotos aus dem Industriegebiet Fu Xing Dao und Umgebung - eh authentischer.
Ungefähr 1.600 km westlich von Shanghai liegt Chengdu - in der Provinz Sichuan. In knapp 3 Stunden Flugzeit bin ich dort an einem Samstag Morgen hingeflogen. Den ersten verbrachte ich damit die Umgebung zu erkunden und mich orientieren zu können. Deshalb ging es zu Fuß zuerst in ein Mao "Museum" - es war kein wirkliches Museum, sondern das Wohnzimmer eines alten Ehepaares, dass seit Jahrzehnten alles Mögliche von Mao sammelt. Sehr interessant und um ein Vielfaches spannender als ein gewöhnliches Museum. Am Sonntag ging es zu den Pandas - früh am Morgen, da Pandas gewöhnlich nach dem Frühstück nur noch rumliegen und schlafen. Tolles Leben! Tolle Tiere! Montag stand der Gipfel des Emei Shan in 3.099 Meter Höhe auf dem Programm (Chengdu liegt auf 500 Meter). Dafür ging es natürlich wieder früh raus, insgesamt 5 Stunden mit dem Bus, 30 Minuten zu Fuß und 5 Minuten mit der Gondel auf den Gipfel und in derselben Zeit wieder zurück nach Chengdu. Zum Abschluss ging es Dienstag - man hatte sich schon daran gewöhnt - wieder sehr früh raus, direkt in den Flieger und vom Flughafen ab ins Büro. Erholung? Fehlanzeige. Aber erholen kann ich mich immer noch.
Früh morgens vor der Arbeit schnell in 2 Stunden durch sämtliche Hallen der größten Automesse Asiens - der Auto Shanghai 2011. Was tut man nicht alles fürs Männerherz. Für die 10 Hallen wären 3 Stunden optimal gewesen, aber man ist jung, kämpft sich durch die chinesischen Massen und nimmt keine Rücksicht auf seine Umgebung - macht eh keiner. So klappt es dann auch sich nahezu alle Stände anschauen zu können, ein paar Bilder zu machen und sofort wieder weiterzuziehen. Es gab viele Schmuckstücke zu bestaunen - ein paar gibts in der hier zu sehen.
Pünktlich wenn der erste Besuch aus Deutschland eintrifft, Sandra und Käthe, wirds wärmer in Shanghai. Mit bis zu 28 Grad und blauem Himmel (Shanghai-Blau) hatten wir perfekte Verhältnisse an meinem einzig freien Tag um auf ca. 470 Metern im höchsten Wolkenkratzer Shanghais, dem World Financial Center, die Aussicht auf Shanghai zu genießen. Auch wenn man sich im Laufe der Zeit an vieles gewöhnt, aus der Luft schaut die Stadt immer noch atemberaubend aus. Vervollständigt wurde der Tag noch mit dem leicht psychedelischem Trip durch den Sightseeing Tunnel, Fotosession mit Chinesen am Bund und im Yu Garden und typischem Shanghaier Essen.
Der erste Urlaub des Jahres - Xi'an, die alte Hauptstadt während der Qin Dynastie. Übernachtung im Fukai Hotel in zentraler Lage. Während des Neujahrsfestes bedeutet dies aber auch, dass vor dem Fenster das Feuerwerk explodiert und auch der beliebte Chinaböller hört sich an wie Dauer-Artilleriefeuer. Die einzig ruhige Zeit war zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens.
Es war etwas staubig in Xi'an - mit einer weißen Jacke anzureisen war nicht die beste Wahl, teilweise wäre ein Mundschutz auch praktisch gewesen. Das muslimische Viertel rund um die Hui Min Jie (回民街) ist für alle Sinne sehr aufregend. Es gibt eine große Auswahl an warmen und kalten Speisen - süß und salzig, scharf und sauer, mit und ohne Fleisch, auf die Hand oder in einer Schale ... alles was ich dem Magen zugeführt habe hat er auch vertragen - er hat sich dankenswerterweise auf chinesisches Essen umgestellt. Die Terrakotta Armee (Bing Ma Yong 兵马俑) stand am dritten Tag auf dem Programm. Mit dem Bus für 1 RMB zum Ostbahnhof, von dort mit dem 306 Bus in ca. 45 Minuten bis zur letzten Station, aussteigen und schon ist man da. Fazit nach 3 Stunden: machen, sehr beeindruckend. In Xi'an selbst gibt es einiges zu sehen: große Parks, Museen, Shopping-Malls wie überall und die größte nahezu vollständig intakte Stadtmauer der Volksrepublik China. Zu einer warmen Jahreszeit mit viel Grün definitiv einen weiteren Besuch wert.
Der Hase ist da! Mit viel Krach hat er sich letzte Nacht vorgestellt. Wir befürchtet hat er es sich nicht nehmen lassen die Nacht durch für viel Lärm zu sorgen. Irgendwann schlief ich aufgrund der Müdigkeit aber ein und wurde sanft 7 Uhr wieder geweckt - vom Hasen. Um 11 Uhr ging es dann raus vor die Tür - und hier können die Deutschen von den Chinesen lernen - es waren nahezu keine Spuren der letzten Nacht mehr sichtbar. Überall wurde äußerst penibel gefegt und mit Wasser nachgespült. Was in Deutschland 2 Wochen dauert ist hier in 2 Stunden erledigt - gefühlt bei mir in Pudong. Erster Ausflug im neuen Jahr: Longhua Tempel - 龙华寺. Die Idee haben am Neujahrstag aber alle Chinesen, von daher war es extrem voll, laut und stickig (durch die ganzen Räucherstäbchen). Dennoch kann man so etwas mehr vom echten China kennenlernen und ist deshalb nur zu empfehlen.
Das Jahr des Hasen steht vor der Tür. Am 03.02. beginnt das chinesische neue Jahr und dann wird mehrere Tage ausgiebigst gefeiert, gegessen und geböllert. Letzters versuche ich die nächsten Tage in Shanghai und Xi'An zu dokumentieren. Bis dahin - 新年快乐 (ein glückliches neues Jahr)!
Der Insektenmarkt in der Xizang Nan Lu bietet so ziemlich alles was man sich gerne zuhause als Haustier halten möchte - Meerschweinchen, Eichhörnchen, Vögel, Fische usw. Wer nicht soviel Platz in den eigenen 4 Wänden hat, der kann sich auch kleinere tierische Freunde mitnehmen: Heuschrecken, Käfer, Würmer und anderes Kleingetier. Ob alles nachher wirklich im heimischen Kinderzimmer bei den Kleinsten oder doch im Kochtopf landet, ich weiß es nicht. Manch eine Heuschrecke endet in einer kleinen Arena und kämpft gegen Artgenossen - bis zum Ende. Der Besitzer kann hier ein wenig Geld gewinnen oder verlieren, je nachdem wie groß die Lust des erworbenen Insekts ist, sich an Kampfhandlungen zu beteiligen.
Die 8. Shanghai Biennale findet vom 24. Oktober 2010 - 23. Januar 2011 statt. Am 28. November habe ich zusammen mit einer guten Freundin die Ausstellung im Shanghai Art Museum besucht. Das Thema der Biennale "Rehearsal" wird von den Künstlern so beschrieben: Why Rehearsal? The last two years have witnessed the latest global crisis. As if on cue, almost concurrently, an unprecedented crisis also befell contemporary art on a global scale. This one is no spiritual crisis experienced by modernists in the depths of their individual creativity, but a malaria...
DTM Finale 2010 in Shanghai - mitten in der Stadt. Da ich für den Tag des Rennens schon anderweitig verabredet war, hab ich mir zumindest das Qualifying am Samstag angeschaut. Kurz aufs Fahrrad gesprungen, 10 Minuten gefahren und da stand ich schon am Eingang zu den Stehplätzen. Schnell noch eine Karte aus einem Bus herausgekauft - 280 RMB, naja - kann man sich mal gönnen - und schon ging das Qualifying los. In der Kurve konnte man einigermaßen auf die Strecke blicken, hatte bessere Gelegenheit Fotos zu schießen und man bekam vor allem Gänsehaut beim Herausbeschleunigen der Fahrzeuge aus der Kurve. Dauergrinsen inklusive. Fotos sind grad noch ok, brauch unbedingt ein lichtstarkes Objektiv.
Hong Kong - China, aber irgendwie auch nicht. Eigene Währung, Linksverkehr, freie Medien und als Chinese benötigt man zur Einreise ein Visum, als Europäer nicht. Es leben sehr viele Menschen auf kleiner Fläche, dennoch findet man rundherum viel Natur und schöne Strände mit blauem Wasser zum Baden. In Shanghai findet man das nur im Swimmingpool. Vieles erinnert noch an die Kolonialzeit - in manchen Ecken fühlt man sich gleich als wäre man in London. 4 Tage waren definitiv zu kurz, dafür gibt es in Hong Kong zuviel zu sehen. Aber zum Shopping, Sightseeing, Schwimmen und nebenbei noch ein Z-Visum abholen hats gereicht. Fazit: Gerne wieder.
In China macht man die Hochzeitsfotos vor der Hochzeit - vielleicht um sich die Option doch noch kurz vorher zurück ins Elternhaus zu flüchten offen zu halten. Bei schönem Wetter gibt es in fast allen Parks angehende Hochzeitspaare zu beobachten, die sich von mehr oder minder selbsternannten professionellen Fotografen ablichten lassen. Ich sah sogar Kinder, die Kameras um den Hals hatten, deren Objektive so groß wie der ganze Arm waren. Neben den allgegenwärtigen Brautpaarmotiven ist es auch bei bei den restliche Chinesen Mode sich in mehr oder minder albernen Posen und kitschiger Kleidung fotografieren zu lassen. Übrigens, die Hochzeitskleider sind alles halbe Fakes - drunter trägt man Jeans und Sneakers, die Schleppe schleift im Dreck und Sand. Der Park an sich ist ganz schön, es gibt einen Sandstrand auf welchem bei Sonnenschein die Chinesen - back to the roots - ihr Zelt aufschlagen (bloß keine Sonne abbekommen) und eine Runde schlafen.
Dank der neuen Flexibilität durch mein Bike, erkunde ich gerade ausgiebig die Stadt - Puxi sowie Pudong. Nach ersten Ausflügen mit der Fähre nach Pudong, durch die Alleen in French Concession oder zum Shoppen in die Changle Lu ging es heute Mittag ins Art Viertel rund um die Moganshan Lu. Hier gibt es unzählige Gallerien, viele alte Shanghaier Häuser, Graffitis und wenn man sich in kleine Seitenstraßen traut bekommt man einen Einblick, den man sonst nicht oft hier bekommt. Ich sah einen alten Mann, der in einem noch älteren prächtigem Gebäude zu leben schien. Draußen hatte er einen kleinen Gemüsegarten und trocknete irgendwelches Früchte oder Gemüse - das Bild mit dem Hund unterm Tisch, das war bei ihm. Ich fragte per Gestik ob man das essen kann - er nickte und ich dachte wir haben uns verstanden und probierte die Körner aus den Hülsenfrüchten. Schmeckten ok, aber nicht besonders - wahrscheinlich isst man das auch normalerweise nicht pur, sondern würzt damit oder es kommt in Tee - ich werd es nie erfahren.
Da liegt man nichts ahnend gemütlich im Bett, denkt sich nichts, sondern lässt sich langsam von den eintreffenden Sonnenstrahlen wecken und plötzlich beginnt ein nicht zu überhörendes Konzert traditioneller chinesischer Kinderlieder. Dachte mir nichts dabei, vielleicht hat jemand ja seinen Wecker zu laut und einen Kindersender im Radio eingestellt. Als diese Möglichkeit nach einer Weile ausschied, wagte ich einen Blick nach draußen und entdeckte direkt gegenüber meiner Straße einen Schulhof, auf dem die Schulkinder (Schule hat wohl gerade diese Woche wieder begonnen) brav vor den Lehrerinnen appellierten, salutierend die chinesische Flagge hissten und anschließend noch ein wenig Morgengymnastik betrieben. Bin ja mal gespannt ob das jetzt jeden Morgen so abläuft ...
[UPDATE]: brauche keinen Wecker mehr.
Bei konstanten Temperaturen tagsüber um die 30-35 °C und nachts um die 25-28 °C lässt es sich zwar am besten in klimatisierten Räumen aushalten, aber dennoch war es am Sonntag einfach so schön, dass die Zeit sinnvoller als vor der Klimaanlage genutzt werden musste. Programm für dieses Mal: Lu Xun Park nördlich in Hongkou und anschließend noch ein kurzer Spaziergang durch Old Town Shanghai durch sehr exotische Märkte - für meinen europäischen Geschmack. Aber seht selbst ...
So, hier mal die ersten Eindrücke von Shanghai. Unter der Woche bleibt leider wenig Zeit die Stadt kennenzulernen, da ich für den Arbeitsweg insgesamt schon 2 Stunden benötige. Dafür hab ich das Wochenende umso mehr genutzt - ab zum Bund die Skyline anschauen, Nanjing Xi und Dong Lu auf und ab gelaufen, Yu Garden besucht und die Gegend um meine Straße tagsüber und abends zu Fuß erkundet. Auch wenn hier manche Ecken sehr dunkel sind, fühlt man sich komischerweise nie wirklich unsicher. Gestern Abend hab ich zum ersten Mal typischen chinesischen Hot Pot probiert - mit 2 Chinesen die mich auf der Straße angesprochen haben, würde einem in Deutschland glaub nie passieren. Bei Hühnerflügeln, Innerreien und anderem Gebein bin ich ausgestiegen - mir waren dann doch die Tintenfischtentakel, Fisch (nicht zu vergleichen mit europäischem) und irgendein Schafsfleisch genug für die erste Woche.
Herrlich ist's hier - hätte ich nicht gedacht. Kein Vergleich mit Hamburg, aber so langsam rückt Oberbayern und die Alpenregion in meiner Favoritenliste nach oben. Wüsste schon garnicht mehr wohin ich nach China zurückkehren würde. Das war vor 3 Monaten noch um einiges klarer.
Zum ersten Mal in Shanghai! Das Wetter war bescheiden, aber wir waren ja auch nicht zum Spaß dort. Obwohl das Shangri-La Hotel in Pudong schon recht viel Freude bereit hat. Soviel Luxus hatte ich schon lange ... ähm, eher noch nie. Shanghai ist einfach Wahnsinn - kann es kaum erwarten bis es im August endlich losgeht.
Bilder gibt's hier >>> (leider miese Qualität - hatte nur ne kleine Kamera dabei)
Auch Sonntag war noch Sommerwetter - mir dann teilweise aber schon zu heiß, so dass es sich anbot mal die BMW Welt im Olympiapark zu besuchen. Eintritt ist kostenlos und geöffnet ist jeden Tag - praktisch für nen spontanen Sonntag. Architektonisch mit dem Doppel-Kegel ein tolles Gebäude - und auch im Inneren gibts die neuesten BMW Fahrzeuge zu bestaunen. Also vollstens zu empfehlen!
Juchu, mal wieder Sonne. Dachte schon, der ist der Saft ausgegangen. Also raus und Sightseeing. Morgens gings auf den Alten Peter, schön 306 Stufen zu Fuß hoch und wieder runter. Nachmittags dann auf in den Olympiapark zum Relaxen. Achso, gekrakselt wurde auch wieder - auf den 60 Meter hohen Olympiaberg (ein alter Schuttberg - merkt man aber nicht mehr).
Neue Website, neue Fotokamera - wen es interessiert, ne Nikon D90. Schönes Wetter draußen, also zack raus und zusammen mit Sandra zum Schloss Nymphenburg, in den Hirschgarten für ne g'scheite Brotzeit und anschließend noch zum Shoppen - bzw. Zuschauen beim Shoppen - in die City.
info{at}sebastianborn.com